Nicht nur mit Bauchgefühl digitalisieren

Der wirtschaftliche Nutzen von Digitalisierungsprojekten ist mindestens dreimal so hoch als technische Investitionen in der Vergangenheit, sofern ihre Planung gesicherten Analysen folgt. Zu diesen Erkenntnissen kommt der Consultant Hans-Jürgen Kopp von FELTEN.

Warum tun sich mittelständische Produktionsunternehmen offensichtlich so schwer, einen konsequenten Schritt in die Digitalisierung zu starten?

Kopp: Nach unseren Beobachtungen besteht der hauptsächliche Grund in den traditionellen Bewusstseinsstrukturen der Produktion. Natürlich sind die Verantwortlichen tagtäglich um Optimierungen ihrer Fertigungsprozesse bemüht und offen für Innovationen. Aber hierbei werden überwiegend nur die früheren Vorgehensweisen weiter fortgeschrieben.

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Prozessorientierte Workshops

Die prozessorientierten Workshops sind für solche Unternehmen hilfreich, die in bestimmten Bereichen bereits einen grundsätzlichen Optimierungs- und damit Digitalisierungsbedarf erkannt haben, sich aber über die tatsächlichen Vorteilseffekte und Realisierungsmöglichkeiten nicht im Klaren sind. Darin werden nicht nur die Verbesserungspotenziale identifiziert sowie die Optimierungsmaßnahmen und erforderlichen Investitionen definiert, sondern es wird ebenso der wirtschaftliche Nutzen in konkreten Euro-Werten berechnet.

Hierfür bietet FELTEN zwei Formate an: Konzept-Workshops, die mit minimalen Aufwand zu wegweisenden Ergebnissen in einem definierten Bereich führen. Und darauf aufbauend Workshops, die zusätzlich den Nutzen in einem definierten Prozess erlebbar machen. Beide Workshop-Formate finden eintägig mit einem bzw. zwei Beratern statt.

Mögliche Anwendungsbereiche: Verwiegung, Herstellung, Abfüllen und Verpacken, Attributive Prüfungen / Inspektionen, Instandhaltung, Controlling / Kennzahlen-Analyse, Nachhaltigkeit (Energie, Wasser, Abfall und Unfälle), Fein-Planung usw.

Ihre Vorteile

  • gezielte Identifikation der Optimierungspotenziale
  • objektive Analyse des wirtschaftlichen Nutzens in Euro
  • präzise Kalkulation des möglichen Investitionsvolumens
  • keine Investitionsrisiken durch klare und belastbare Entscheidungsbasis
  • produkt-/herstellerübergreifende Nutzbarkeit der Ergebnisse
  • kein Beratungs-Overhead

 



Praxisbeispiel aus dem Bereich Abfüllen & Verpacken in der Lebensmittelindustrie

In einem realen Beispiel eines Unternehmens der Lebensmittelindustrie wurde über zehn Produktionslinien hinweg ein durchschnittlicher Effizienzwert von 53 Prozent ermittelt. Ließe sich durch Digitalisierungsmaßnahmen eine Verbesserung um nur 10 Prozent erreichen, könnten allein auf der Ebene der Lohnkosten jährlich fast 190.000 Euro an dem betreffenden Standort eingespart werden.

Damit allein ist aber noch keine Investitionsentscheidung begründet, sondern sie muss die konkrete Optimierungslösung einbeziehen. Sie lautet in diesem Beispielsfall aus der realen Praxis: eine Software für das Performance Management mit Anbindung an das ERP-System zur Produktionsdigitalisierung einführen. Für diese Lösung wurde eine OEE-Steigerung von 17 Prozent ermittelt, was einer jährlichen Lohnkostenersparnis von etwa 300.000 Euro entspricht. Werden diesem Ersparnisbetrag nun die Aufwände für die Implementierung der Lösung einschließlich der Hardware, Beratung und Implementierung mit Einmalkosten von 129.000 Euro gegenüber gestellt, zeigt die wirtschaftliche Investitionsbewertung der Digitalisierungsmaßnahme ein positives Ergebnis mit einem ROI von deutlich weniger als einem Jahr. Und in den Folgejahren entstehen trotz der jährlichen Betriebskosten von 25.000 Euro Kostenersparnisse von über 90 Prozent.

Strategische Workshops

Der zweite Workshop-Typ adressiert Unternehmen, für die das gesamte Thema der Produktionsdigitalisierung noch von erheblichen Unklarheiten geprägt ist und sie eine Unterstützung bei der Entwicklung einer digitalen Strategieausrichtung benötigen. Hier wird vor der Definition möglicher Digitalisierungsmaßnahmen in einem ersten, zweitägigen Workshop zunächst eine Ermittlung der möglichen Optimierungseffekte vorgenommen. Dies erfolgt mit gleichzeitig präziser Errechnung der wirtschaftlichen Vorteile. Damit erhält das Unternehmen seine individuell zugeschnittene Digitalisierungsstrategie mit belastbaren Nutzenperspektiven.

In einem weiteren, ebenfalls nur zwei Tage dauernden Workshop erfolgt die konkrete Maßnahmenplanung, hierzu gehört auch die Identifizierung von Kostenersparnismöglichkeiten. „Die anschließende ROI-Berechnung erlaubt die Priorisierung der Vorgehensweise mit dem Ziel, die Herstellkosten noch im Jahr der Implementierung zu senken“, verweist Kopp auf die Vorteile. Beide Workshops können auch unabhängig voneinander genutzt werden. Ergänzend dazu stehen weitere Beratungsleistungen für die Realisierungsprojekte zur Verfügung, da die FELTEN-Consultants das Unternehmen optional auch bei der anschließenden Umsetzung der zuvor geplanten Digitalisierungsmaßnahmen unterstützen.

Ihre Vorteile

  • gezielte Identifikation des Digitalisierungsnutzens
  • objektive Analyse der wirtschaftlichen Vorteile in Euro
  • klare strategische Roadmap für die Digitalisierung in Richtung IIoT
  • Umsetzung der Roadmap in überschaubaren Schritten
  • präzise Kalkulation des möglichen Investitionsvolumens
  • keine Investitionsrisiken durch klare und belastbare Entscheidungsbasis
  • kein Beratungs-Overhead

 



Praxisbeispiel aus der Konsumgüterindustrie

Für die Durchführung einer Potentialanalyse wurden Daten eines Produktionsstandortes zur Verfügung gestellt. Nach Berechnung der Kennzahlen und dem Benchmark mit Best Practice Werten, konnten verschiedene Schwerpunkte der Digitalisierung identifiziert werden. Das größte Potential wurde im Materialausschuss identifiziert. Im ERP war ein durchschnittlicher Materialausschusswert von über 3,5% über alle Materialien hinterlegt. Die möglichen Einsparungen gingen in den siebenstelligen Eurobereich. Die Werte wurden als gegeben hingenommen, da die existierenden Softwarelösungen eine detaillierte Materialbilanzierung über alle Prozessschritte nicht zuließen.

Es wurden verschiedene Möglichkeiten der Optimierung aufgezeigt und entsprechende Maßnahmen definiert. Die notwendigen Investitionen und der jährlich entstehende Aufwand wurden bewertet und mit den Einsparungen verglichen. Der Return on Investment (ROI) erreichte eine so kurze Kapitalrückflussdauer, dass das Projekt umgehend gestartet wurde. Durch die Felten Lösungen konnte der Materialausschuss über alle Prozesse hinweg für alle Materialien genau bestimmt und durch die Prozessberatung schnell eine Verbesserung des Verbrauches erzielt werden. Die im ERP vorliegenden Werte konnten zum ersten Mal genau überprüft und durch die Verbesserung gesenkt werden. In Konsequenz eine ergebniswirksame Einsparung erzielt werden.

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